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Unterwegs mit der App

Großer Möseler - der zweithöchste im Zillertal

Vom Schlegeisspeicher über das Furtschaglhaus und den Westsporn auf den Möseler: eine Tour mit Westalpencharakter. Mehr lesen...
 

Das Zillertal bedeutet für mich vor allem eines: das beste naturtrübe Radler, das man außerhalb Bayerns finden kann! ;-) Aber nicht nur das. Auch alpinistisch hat das Tal so einiges zu bieten – für den Berliner Höhenweg etwa kommen so manche Wanderer von weit her. Auch mich hat es kürzlich in dieses wunderschöne Tal verschlagen. Im Talschluss hinter dem Schlegeisspeicher locken so manche hohen Berge. Zusammen mit einem Kumpel habe ich mir den Großen Möseler als Ziel gesetzt. Neben dem Hochfeiler dominiert er als eine der letzten Gletscherbastionen den Zillertaler Hauptkamm. So fahren wir also die vielen Kehren hinauf zum Speichersee und wandern gemütlich hinein ins Tal zum Furtschaglhaus. Die anfangs zahlreichen Touristen lassen wir bald hinter uns und so können wir die tollen Ausblicke auf den Hochfeiler ganz alleine genießen.



Am Furtschaglhaus werden wir extrem freundlich vom Hüttenwirt begrüßt und beziehen unser gemütliches Lager. Eine tolle Hütte! Früh am Morgen brechen wir auf in Richtung Gipfel. Im Dunkeln überqueren wir den reißenden Bach und steigen auf dem Rücken einer langen Moräne immer höher bis zum Gletscheranfang. Langsam setzt die Morgendämmerung ein und der Olperer und der Hochfeiler strahlen uns golden an. Das Furtschaglkees überqueren wir angeseilt – lauern doch mächtige, bis zu 50 m tiefe Gletscherspalten auf uns, die zum Teil noch mit einer tückischen dünnen Schneeschicht bedeckt sind. Bald haben wir die Spaltenzone überwunden und erreichen den Westsporn des Möselers. Vom Hüttenwirt wissen wir, dass hier extreme Steinschlaggefahr herrscht. Entgegen der Angaben im Tourenführer, der uns durch eine Steilrinne geschickt hätte, halten wir uns weit links an einem steilen Grat. Hier sind zwar ein paar Kletterstellen im 3. Grad zu überwinden, aber immerhin ist der Granit fest und gut kletterbar. Zur Sicherheit hatten wir uns auch vorher in der App vergewissert, dass dieser Weg machbar ist. Schon auf dem Handydisplay konnte man gut die Steilheit und Ausgesetztheit abschätzen. So turnen wir also frohen Mutes immer höher, bis wir das Gipfelfirnfeld erreichen.



Über dieses geht es nochmal steil hinauf zum felsigen Gipfel. Leider lässt die Aussicht an diesem Tag etwas zu wünschen übrig. Bevor die Wolken noch dichter werden beschließen wir, wieder abzusteigen. In den Felsen heißt es jetzt: höchste Konzentration! Jede Menge Bergsteiger tummeln sich am Berg und nur ein losgetretener Stein kann schlimme Folgen haben. Nach knapp 8 h seit Aufbruch an der Hütte sitzen wir dann wieder auf der Terrasse und genießen die Tiroler Jausn. Der restliche Abstieg vergeht schließlich wie im Flug und den krönenden Abschluss der Tour bildet ein kurzes eiskaltes Bad im Stausee. Eine sehr empfehlenswerte mäßig schwere Hochtour, die allerdings schon eine gute Portion alpines Gespür und Vorsicht verlangt. So mancher Berg der Liga „Möseler“ ist einfacher zu haben! Dennoch: ab ins Zillertal, solange die Gletscher noch da sind!

​Autor: Flo

Watzmann Ostwand - By Fair Means
Die höchste Wand der Ostalpen ist immer ein großes Abenteuer, das hohe Anforderungen an Kondition und Bergerfahrung stellt. Leichter wird es nicht, wenn man die Tour schon in München am Marienplatz startet - auf zwei Rädern. Mehr lesen...


Heutzutage hört man im Zusammenhang mit alpinen Unternehmungen häufig den Begriff "By Fair Means". Er findet sich in der Regel beim Höhenbergsteigen wieder und bezeichnet weitestgehend einen autarken Begehungsstil, der auf die Zuhilfenahme von künstlichen Hilfsmitteln w.z.B. Lifte, Fixseile, Trägern und Sauerstoffflaschen verzichtet. Die Definition kann beliebig erweitert werden und sich beispielsweise bereits auf den "Anreisestil" auswirken. Ein Attribut also, das den alpinistischen (Vermarktungs-)Wert einer Unternehmung bedeutend steigern kann bzw. bei gegenteiliger Herangehensweise entsprechend gegenteilige Effekte bewirken kann. Wer sich per Helikopter in jedes einzelne 8000er-Basecamp fliegen lässt oder hunderte Bohrhaken in der Nordwand des Cerro Torre versenkt hat, weiß davon zu berichten.  Der "Fair-Means"-Gedanke ist so alt wie der Bergsport selber, wenngleich sich die Hintergründe geändert haben. Bis Mitte des 20.Jahrhunderts war es mangels Alternativen selbstverständlich, mit dem Fahrrad in die Berge zu fahren und die Berge ohne künstliche Aufstiegshilfen zu besteigen. Ein extremes Beispiel: Als Hermann Buhl sich 1952 in Innsbruck auf den Sattel schwang und bis ins entlegene Bergell radelte, um die Nordostwand des Piz Badile im Alleingang zu bezwingen, so empfand er das wohl höchstens als notwendiges Übel. Nach der gelungenen Erstbegehung ging es zurück (selbstverständlich mit dem Fahrrad) nach Innsbruck, wobei ihn der Sekundenschlaf erfasste und ihn in hohen Bogen in den Inn beförderte. Mit der Automobilisierung wurden derartige Aktionen immer seltener. Wer will sich schon neben den unnötigen Strapazen, die man in den Bergen erlebt, noch zusätzliche unnötige Strapazen aufhalsen, indem man An- und Abreise auf möglichst umständliche und anstrengende Art und Weise erledigt?


Die Watzmann Ostwand und der Berchtesgadener Weg - Screenshot aus dem Tourenplaner

Warum? - Das ist auch die entscheidende Frage, die mir häufig durch den Kopf geht, wenn es mal wieder mit dem Rad in die Berge geht. Andererseits - warum nicht? Da ich in 99% der Fälle nicht mit dem Rad in die Berge fahre, kann ich mich nicht auf mein moralisches grünes Gewissen berufen, dass mich dazu anstiftet. Für mich ist es vielmehr ein Gefühl von Freiheit, am Marienplatz auf das Rad zu steigen und loszuradeln. Die "Bergfahrt" startet mit dem ersten Tritt in die Pedale und endet, wenn ich nicht mehr kann, optimalerweise in einem Schwabinger Hinterhof. Der Erlebnis- und Erinnerungswert dieser seltenen Unternehmungen steigert sich um ein Vielfaches. Als gebürtiger Münchner fühle ich eine gewisse Nähe der Stadt zu den Bergen, inbesondere gegenüber anderen deutschen Städten. Aber nicht weil ich mit dem Auto statt in 3 Stunden bereits in einer Stunde in den Bergen bin. Der Bezug ist erst so richtig auf solchen Touren entstanden. Aus eigener Kraft die Berge erreichen, dort zu Wandern oder zu Klettern und mit dem Rad wieder zurück und das in einem Rutsch, quasi an einem Tag. Wo ist das schon möglich?
Voraussetzung ist eine gute Kondition und eine akribische Tourenplanung. Wenn ich ohne Unterbrechung hin- und zurückradle und eine ausgedehnte Bergtour dazwischenschiebe, bin ich mindestens 24 h unterwegs. Wann werde ich wo sein - das ist wahrscheinlich die wichtigste Frage im voraus. Für die 160 km von München an den Königssee brauche ich brutto etwa 9 Stunden. Das heißt, dass ich entweder nachts radle, um tagsüber klettern zu können, oder umgekehrt. Nachts auf der Wasserburger Landstraße zu radeln halte ich für wesentlich gefährlicher als im Dunklen die Watzmann Ostwand hochzusteigen, also steige ich Ende Juni 2015 um 11 uhr mittags in München auf mein Rennrad. Es hat bereits 30°C. Auf halben Weg sorgt der Chiemsee nur noch bedingt für Abkühlung. Am Abend erreiche ich die Wimbachbrücke und steige zur Kühroint-Alm auf, die ich in der Dämmerung erreiche. Beim Abstieg über den Rinnkendlsteig ist es bereits stockduster. Ich bin froh, diesen Weg schon oft gegangen zu sein, da mich in diesem Moment die Müdigkeit überfällt und ich weiß, wie steil das Gelände an den Seiten abbricht. Alleine in die Nacht hineinzulaufen, mit der Gewissheit, erst in vielen Stunden wieder die ersten Sonnenstrahlen zu tanken - für mich der psychologisch schwerste Teil einer solchen Tour.

Nachts in der Ostwand

Das erste Mal in meinem Leben bade ich im Königssee und obwohl es Nacht ist, bietet auch er kaum Abkühlung. Ich passiere St. Bartholomä, das darauffolgende Waldstück und dann dessen Ende. Vor mir liegt dass Schuttfeld unterhalb der Eiskapelle, in dem ich mich bisher jedesmal verlaufen habe. Ein Labyrinth aus Trampel- und Gamspfaden, die alle ungefähr in Richtung Einstieg führen aber oftmals im Nichts enden. Die Dunkelheit erleichtert die Orientierung nicht unbedingt. Ich ziehe mein Smartphone aus der Tasche und orientere mich anhand der GPS-Funktion und des GPX-Tracks, den ich mir in die 3D-Karte geladen habe. Diesmal ohne Verhauer erreiche ich den Einstieg zur Ostwand, knapp oberhalb der Eiskapelle. Den Berchtesgadener Weg kenne ich gut, aber bei Nacht ist alles anders. Immer wieder vergewissere ich mich mit einem Blick auf das Display, dass ich zumindest noch in der Nähe des angezeigten Tracks bin. Die GPS-Ortung funktioniert gut, was mich angesichts der umgebenden Felswände überrascht. Als ich die Biwakschachtel auf 2380 m erreiche, steigt die Sonne gerade über der Watzmannfrau auf. Noch einmal Gas geben, an der 3+ Stelle anzupfen und ich stehe auf der Südspitze. Auf das obligatorische Glockenläuten folgt der lange Abstieg durchs Wimbachgries, an dessen Ende mich mein gelbes Rennrad schon freudig erwartet. 10 Stunden später falle ich halbtot ins Bett. Nie wieder! (vorerst).

Tiefblick und Spuren im Schnee - Ende Juni in der Watzmann Ostwand

Autor: Hannes

Brunegghorn Nordwand - Im Nebel
Unterwegs in der Nordwand des Brunegghorns (3833 m). Mehr lesen...


 

Zwar haben mein Kumpel und ich schon einige anspruchsvolle Hochtouren im Tourenbuch stehen, in eine echte Nordwand haben wir uns aber bisher nicht gewagt. Das sollte sich vergangenen Juni ändern! Mit dem Ziel „Brunegghorn Nordwand“ starten wir an einem schönen Frühsommertag hinauf zur Turtmannhütte. Hier sind wir die einzigen Gäste und erfahren von der Wirtin, dass wir die erste Seilschaft sind, die dieses Jahr die Nordwand probieren möchte. Auf einem kurzen Trip hinauf zum Gletscherrand erkunden wir noch die aktuellen Verhältnisse – makellos weiß strahlen uns die Nordwände von Brunegghorn und Bishorn entgegen.

Am folgenden Tag klingelt um 2 Uhr früh gehässig der Wecker. Abmarsch! Der Zustieg zum Gletscher führt über weitläufige Moränenrücken. Hier den klügsten Weg zu finden ist bei Dunkelheit alles andere als einfach… Obwohl ich kein Fan von allzu viel Technik am Berg bin, bin ich jetzt echt froh um mein Smartphone. Jetzt sehe ich in der App die Landschaft um mich herum plastisch und taghell. Mein Standort wird mir in der 3D-Karte sogar als gelber Punkt angezeigt und die bereits zurückgelegte Strecke kann mitgetrackt werden. Verlaufen bei Dunkelheit war gestern!

Da die Nacht sternklar und kalt war, finden wir auf dem Brunegg-Gletscher Idealbedingungen vor und können die Strecke zum Bruneggjoch ohne Steigeisen und Seil aufsteigen. Bei Sonnenaufgang kommen wir am Joch an. Wobei von Sonne kaum etwas zu sehen ist. Von allen Seiten drücken Wolken herein und es weht ein eisiger Nordwind – so war das in der Wetterprognose aber nicht angesagt! Egal, wir seilen eilig an und steigen hinab zum zerrissenen Abberggletscher. Jetzt sehe ich in der App, dass wir auf dem folgenden Wegabschnitteine große Spaltenzone queren müssen. In echt ist davon wegen der Schneeauflage aber nichts zu sehen! Gut, dass wir wenigstens Bescheid wissen – so können wir unsere Spur senkrecht zu den tückischen Längsspalten legen.

Das Gelände steilt nun mehr und mehr auf und durch tiefen, lockeren Pulverschnee erreichen wir die 2 m breite Randkluft unter der Wand. Wir queren so weit nach links, bis wir sie an einer schmäleren Stelle überwinden können. Der Nebel ist inzwischen so dicht, dass wir kaum mehr uns gegenseitig erkennen können – und wir haben uns nur mit 15 m Abstand ins Seil eingebunden! Kurz reißen die Wolken auf und wir können den Gipfel ausmachen. Er liegt leicht rechts von uns am Ende der Firnflanke. Nach wenigen Sekunden ist der Nebel auch schon wieder zurück und wir stehen im völligen Whiteout. Wir steigen trotzdem los, es geht ja eigentlich nur gerade bergauf. Die Wand steilt nun bis über 60° auf und wir beginnen wegen der schlechten Schneequalität, die unseren Steigeisen wenig Halt bietet, von T-Anker zu T-Anker zu sichern. Nach zwei Seillängen verlieren wir dann völlig die Orientierung. Rechts von uns tauchen plötzlich Felsen auf. Sind wir zu weit gequert? Die Sicht grenzt immer noch an Null und der Sturm wird langsam richtig stark. Höchste Zeit für die App. Mithilfe der GPS-Funktion kann ich im Nu meinen Standpunkt bestimmen. Ein Blick auf die 3D-Karte verrät, dass wir deutlich zu weit nach rechts gekommen sind. Jetzt sind wir uns wenigstens sicher, wo wir hin müssen und steigen weiter. Ohne App hätten wir vielleicht umdrehen müssen. Denn das GPS-Gerät, das ich auch dabei habe, bringt mir in einer solchen Situation nichts – die Nordwand besteht auf dessen Topokarte lediglich aus 4 verpixelten Höhenlinien und Felsen sind erst gar nicht eingezeichnet. Nach zwei weiteren Seillängen gelangen wir an den Felsriegel, der die Wand vom Gipfel trennt.

Durch eine schmale Eisrinne erreichen wir schließlich den überwechteten Grat etwa 100 m unterhalb des Gipfels. Jetzt, da wir aus der Wand sind, lichtet sich der Nebel und am Gipfel tut sich ein grandioser Blick auf das mächtige Weißhorn auf. Was für ein Berg! Der Sturm vertreibt uns bald vom Gipfel und wir steigen mit Navigationshilfe der App über den Normalweg ab. Dabei müssen wir einen größeren Gletscherbruch passieren, wobei uns die App relativ sicher zwischen den Falltüren hindurch lotst. Gut, dass die 3D-Luftbilder recht spät im Jahr aufgenommen wurden, so dass sich die größeren Spalten gut ausmachen lassen. In echt sind bestenfalls ein paar Mulden im Schnee zu erkennen… Nach einigen weiteren kräftezehrenden Stunden Abstieg stehen wir schließlich wieder am Auto, ohne den ganzen Tag auch nur einen Menschen gesehen zu haben. Eine wirklich tolle Tour! Aber was haben wir gelernt? Auch eine solch verhältnismäßig kleine Wand kann zur großen Hürde werden, sollten die Bedingungen nicht passen. Die 3D Outdoor Guides waren da zumindest eine Hilfe, die das Unternehmen deutlich sicherer gemacht hat.

Die App kann ich jedem Wanderer, Kletterer und Bergsteiger wirklich nur ans Herz legen! Die 3D Outdoor Guides sind übrigens kostenlos im App-Store (iOS und Android) zu laden, erst die einzelnen Regionskarten inclusive vieler Tourenvorschläge kosten dann einmalig zwischen 7 und 10 €. Alle 3D-Karten kann man sich auch gratis in einem Online-Tourenplaner zuhause am PC anschauen.

​Autor: Flo

Lafatscher NW-Verschneidung - Klettern mit der App
Noch nie waren wir zum Klettern im Karwendel. Viel zu schlecht ist dessen Ruf in unserer Kletterclique. Brüchig – brüchiger – Karwendel. Angeblich soll kaum ein Stein fest auf dem anderen liegen. Dem Mythos sind wir auf die Spur gegangen. Mehr lesen...


Im August starten wir also durchs wunderschöne Hinterautal hinauf zur Hallerangerhütte. Ziel: Lafatscher NW-Verschneidung. Zehn sehr alpine Seillängen und eine Linie, die ihresgleichen sucht. Die Tour entpuppt sich als echtes Glanzstück. Fester Fels und traumhafte Kletterei - das kann man sogar fast mit dem Wilden Kaiser vergleichen. Wo bleibt der ganze Karwendel-Schutt? In der vorletzten Seillänge dann „endlich“ die Bestätigung: ja es gibt ihn! Grausam bröselig klettern wir die letzten 100 m hinauf auf den Grat. Unsere Tourenbeschreibung schickt uns nun „immer den Steinmännchen nach hinab zum großen Schuttfeld“. Nachdem wir zwei Steinmännchen passiert haben stehen wir vor einer tiefen Schlucht. Hier ist absolut kein Weiterkommen mehr. Toll. Wir entscheiden uns, wieder auf den Grat zu steigen, um uns besser umsehen zu können. Jetzt können wir etwas tiefer eine Rampe erkennen, die nach unten zu führen scheint. Wir klettern also wieder ab – recht viel schlimmeres Gelände kann ich mir kaum vorstellen.

Nahezu jeder Griff bricht bei der kleinesten Belastung aus und die Füße finden auf den mit Schotter überzogenen Bändern kaum Halt.

Irgendwann entscheiden wir, dass es einfach zu gefährlich ist, hier abzusteigen. Eine andere Lösung muss her! Mir fällt ein, dass ich ja mein Smartphone im Rucksack habe – YES! Nach wenigen Klicks sehe ich in der detaillierten 3D-Karte der Outdoor Guides wo wir sind. Da haben wir uns doch gnadenlos in der Südflanke des Kleinen Lafatschers verstiegen. In der App erkennen wir schnell, dass es nur einen Weg nach unten gibt. Und der führt uns wieder hinauf zum Grat, über den wir in eine versteckte Scharte gelangen, ab der ein steiles Schuttfeld beginnt. Das hätten wir in dem Gelände nie gesehen. Fluchend und schimpfend über die Autoren unserer Tourenbeschreibung erreichen wir schließlich sicher die Scharte. Das Schuttfeld entpuppt sich genauso steil wie es in der 3D-Karte ausgeschaut hat. Tiptop! Der Abstieg macht dann wieder höllisch Spaß, denn wir rutschen die 400 Höhenmeter in wenigen Minuten hinab. Bald sitzen wir auf unseren Bikes und rasen immer entlang der Isar zurück ins Tal. Insgesamt eine fantastische Tour, die ohne App aber böse ausgehen hätte können!


Der Abstieg: Die Schwierigkeiten im steilen, teils ausgesetzten und brüchigen Karwendelfels lassen sich im 3D Viewer erahnen

​Autor: Flo